Alois-Eckert-Schule, Eschenheimer Anlage 20 A


Die staatlich anerkannte Alois-Eckert-Schule betreut und beschult seit 1978 verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche. Sie besteht aus vier Schulstufen, der Eingliederungs-, Grund-, Mittel- und Hauptstufe. Sie ist eine Schule für Erziehungshilfe und als solche zielgleich mit Grund- und Hauptschulen.
2003 feierte sie ihr 25-jähriges Bestehen. Wichtiges Ziel ist für unsere Schülerinnen und Schüler, Lernen und Leben in Gruppen zu ertragen, sich mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen einzubringen oder auch zurückzunehmen. Nur dann ist das Lernen von Unterrichtsinhalten in einer Klasse möglich. Eine weitere Herausforderung ist das Bewegen in der Gruppe im öffentlichen Raum. Auf den Fahrten ins Schwimmbad oder bei einem Museumsbesuch. Sie sind somit Lernorte und Lerngegenstände in einem.

Alois-Eckert-Schule

Respekt vor anderen kann man nur zeigen, wenn man Respekt vor sich selbst hat.
Spüren, verhandeln und durchzusetzen, sei er noch so klein, schwach oder unsicher, ist mit Hilfe der Lehrerinnen und Lehrer eine vorrangige Aufgabe.
Dies immer wieder in Erinnerung zu rufen und durchzusetzen, kostet Zeit und Kraft, deren Einsatz unabdingbar ist.

Schulstufen: Eingliederungsstufe (1.- 3. Schulbesuchsjahr)
Grundstufe (2.- 5. Schulbesuchsjahr)
Mittelstufe (5.-7. Schulbesuchsjahr)
Hauptstufe (8.-10. Schulbesuchsjahr)

An der Alois-Eckert-Schule arbeiten zur Zeit fünf Lehrerinnen und Lehrer
und ein Sozialpädagoge sowie ein Psychologe.


Therapiethema : "Sprechen über Gefühle"


Wut, Zorn, Ärger, Angst, Unlust, Trotz, Eitelkeit, Eifersucht, Stolz, Neugier, Traurigkeit, Freude: Ein Potpourri unterschiedlichster Emotionen verfärbt je nachdem unsere Alltagsstimmung, bestimmt unser Verhalten und regelt die Beziehungen zu anderen Menschen rund um die Uhr …..

Jeder hat schon einmal die Erfahrung gemacht, dass Gefühle einen ganz schön aus der Bahn werfen können (sie können Schlimmes anrichten), sie können uns oft zu Denkfehlern oder Kurzschlusshandlungen verleiten und lassen uns unvernünftig agieren.

Die Fähigkeiten, eigene Gefühle und die Gefühle anderer wahrzunehmen, zu verstehen und zu managen, scheint in unserer komplexen Welt von enormer Wichtigkeit zu sein. Leider sind sie auf keiner Schule zu erwerben.
Fächer wie: "Gefühlshaushaltslehre", "Selbstkontrollstrategien" oder "Konflikt-bewältigungstraining" wird man auf keinem Stundenplan, auch nicht auf dem der Alois-Eckert-Schule, ausfindig machen können.

Dennoch ähnelt oft auch hier der Schulalltag einem Minenfeld, voller Provokationen, Beleidigungen und Wutausbrüchen. Ärgerauslöser lauern immer und überall. Die Fähigkeit, sich wieder einkriegen zu können, kommt etwas schwach ausgeprägt vor. Die Schüler selbst durchleben ein Wechselbad gemischter Emotionen und wechseln von "Tätern" zu "Geiseln" der eigenen Gefühlsausbrüche.

Zugegeben, für Schüler wie für Lehrer oder Pädagogen sind schwere Zeiten angebrochen. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Wesen der Kindheit drastisch gewandelt. So ist es für die Kinder schwerer geworden, die Grundlagen des menschlichen Gefühlslebens zu erwerben. Auch ist es für die Eltern und Lehrer genauso schwer diese Grundlagen weiterzugeben.

Für den Autor des Buches "Emotionale Intelligenz" von 1995, Daniel Goleman, ist das Familienleben die "erste Schule" für das emotionale Lernen: "Diese Schulung der Gefühle erfolgt nicht bloß mittels der Dinge, die Eltern ihren Kindern direkt sagen, oder die sie mit ihnen machen, sondern auch über die Vorbilder, die sie abgeben bzgl. des Umgangs mit ihren eigenen Gefühlen und mit den Gefühlen, die zwischen Mann und Frau ausgetauscht werden. - Manche Eltern sind begabte emotionale Lehrer, andere sind entsetzlich."

Wenn wir davon ausgehen, dass die Eltern der meisten unserer Schüler nicht der ersten Kategorie angehören, müssen wir zugeben, dass für ihre Kinder ein kluger Umgang mit den eigenen Gefühlen, was sich auf ihr seelisches Gleichgewicht sowie auf die Qualität von Beziehung auswirken kann, keine Selbstverständlichkeit zu sein scheint.

Trotzdem ist es wichtig, mit diesen Schülern über Gefühle zu sprechen, über Möglichkeiten sie zu sortieren, ihre Botschaft zu entziffern, um ihre positive Kraft für Gegenwart und Zukunft nutzen zu können.


Anzahl der Schülerinnen und Schüler der Alois-Eckert-Schule 2004

2004 besuchten 42 Jungen und 4 Mädchen die Alois-Eckert-Schule

Aufteilung nach Nationalitäten:

Nationalität Jungen Mädchen
äthiopisch 1  
afghanisch 1  
bosnisch 1  
bengalisch 1  
deutsch 30 4
spanisch 1  
kroatisch 1  
marokkanisch 1  
serbisch 1  
türkisch 3  
tunesisch 1  
zusammen 42 4


Rückschulung und Hauptschulabschluss
2004 bestanden zwei Schüler die externe Hauptschulabschlussprüfung, eine Schülerin wurde rückgeschult.

Der Namensgeber
Die Alois-Eckert-Schule wurde nach dem früheren Stadtpfarrer, Prälat Alois Eckert, benannt. Alois Eckert wurde am 16.2.1890 in Hochheim am Main geboren. Im Dritten Reich half er von der Nazidiktatur Verfolgten und war nach dem Kriege maßgeblich am Aufbau katholischer Sozialdienste in Frankfurt beteiligt.
Alois Eckert starb am 5.12.1969 in Frankfurt am Main.

Lage
Die Alois-Eckert-Schule befindet sich am Anlagenring, also am Rande von Frankfurts Innenstadt. Erreichbar sind wir mit der U-5,
Haltestelle "Musterschule", Buslinie 36, Haltestelle Stadtwerke.

Ansprechpartnerin in der Alois-Eckert-Schule ist Frau Outmani.
Adresse:

Alois-Eckert-Schule
Eschenheimer Anlage 20 A
60318 Frankfurt/Main
Telefon: 069-5962716
Telefax 069- 59790150
e-mail: Alois-Eckert-Schule@t-online.de